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Ende Oktober geht das Licht aus – Neue Nutzungskonzepte gesucht
Ein herber Verlust für den Stadtteil Rieselfeld: Mit Beginn der Herbstferien schließt das Café im Stadtteiltreff Glashaus. Unter den aktuellen Corona-Auflagen können die Betriebskosten nicht mehr erbracht werden. Der Vorstand des Vereins K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. setzt nun auf Ideen für ein neues Nutzungskonzept.
Bereits zu Beginn der Sommerferien musste die K.I.O.S.K.-Geschäftsführerin Daniela Mauch den acht angestellten Beschäftigten im Café-Bereich – darunter Köchinnen, Hilfs- und Reinigungspersonal - kündigen, den ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen wurde der unumgängliche Entschluss ebenfalls mitgeteilt. „Durch die Corona-Auflagen sind uns weitere entscheidende Umsätze beim Mittagstisch und während der Kaffeezeit weggebrochen. Bereits zuvor konnten wegen der verschärften Brandschutzauflagen und der veränderten Vertragsgrundlagen zur Quartiersarbeit mit der Stadt Freiburg nicht mehr ausreichend Umsätze zum Erhalt des Cafés generiert werden. Um nicht in die Insolvenz zu geraten, mussten wir diese ...

Entscheidung treffen“, erklärt Daniela Mauch. Eine Entscheidung, die ihr ebenso schwergefallen ist wie dem Vorstand des Trägervereins. „Wir haben lange mit uns gerungen und nach Alternativen gesucht“, bestätigt Ulrich Plessner, zusammen mit Dagmar Gaukel Vorstandsvorsitzender von K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V., „doch letztendlich blieb uns nichts anderes übrig, da wir auch die gesamte finanzielle Verantwortung tragen.“  In einem Aushang weist der Vorstand auf die Krise als Chance hin und erinnert an den gemeinsamen Auf- und Ausbau des Stadtteiltreffs: „Wir wollen die Zeit nutzen und uns unter den derzeitigen Umständen weiterentwickeln.  

Jede*r ist herzlich eingeladen, sich mit eigenen Ideen zu beteiligen, um das Café als lebendigen Treffpunkt zu erhalten.“ Man wolle allen Ehrenamtlichen und Küchen-Mitarbeiter*innen danken und gemeinsam mit Interessierten aus dem Stadtteil überlegen, wie der Raum neu nutzbar werden könne. Im November soll es dazu einen „Schwarmintelligenz-Abend“ geben.

Über K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. K.I.O.S.K. steht für Kontakt, Information, Organisation, Selbsthilfe, Kultur. Bereits mit dem Erstbezug des neuen Stadtteils 1996 führten Bürgerbeteiligung und Gemeinschaftsbildung mit professioneller Begleitung zur Gründung des Stadtteilvereins. Dieser sorgte vom ersten Atemzug des Quartiers an für Ressourcen, Frei- und Spielräume für die Schaffung, Pflege und Weiterentwicklung von Gemeinschaft in Vielfalt, die Haupt- und Ehrenamtliche auf Augenhöhe gestalten. Als gemeinnütziger Verein mit heute ca. 250 Mitgliedern - inklusive Familien, Firmen und Institutionen im Quartier - initiiert und organisiert K.I.O.S.K. im Rieselfeld e.V. im Auftrag der Stadt Freiburg einen erheblichen Teil des sozialen und kulturellen Lebens im Stadtteil. K.I.O.S.K. e.V. ist Träger der Kinder- und Jugendarbeit (KjK), seit 2003 auch Betreiber eines Cafés mit Mittagstisch sowie der Quartiersarbeit. Der Verein ist darüber hinaus Träger des Stadtteiltreffs „Glashaus“ und seit 2014 auch der Schulsozialarbeit im Kepler Gymnasium. In selbstorganisierten Gruppen können Bewohner*innen gemeinsam mit 15 Haupt- und 170 Ehrenamtlichen Projekte ins Leben rufen und aktuelle Themen unbürokratisch und auf kurzen Wegen gemeinsam anpacken.

K.I.O.S.K. Rieselfeld e.V.

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